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Was bedeutet nachhaltige
Entwicklung?
Bildung für nachhaltige Entwicklung hat das Ziel, Heranwachsende zu einer aktiven Teilnahme
an gesellschaftlichen Aushandlungs- und Mitgestaltungsprozessen in Bezug auf eine nachhaltige
Entwicklung zu befähigen und zu motivieren.
Kinder und Jugendliche sollen lernen, den eigenen Platz in der Welt kritisch
zu reflektieren und darüber nachzudenken, was eine nachhaltige Entwicklung für
einen persönlich und für die eigene Gesellschaft bedeutet. Sie sollen auch dazu
befähigt werden, Visionen alternativer Entwicklungspfade und Lebensentwürfe zu
erarbeiten und zu beurteilen. Zudem soll den Heranwachsenden die Kompetenz
vermittelt werden, Entscheidungen zwischen verschiedenen Zukunftsentwürfen
auszuhandeln und zu begründen, Pläne zur Realisierung erwünschter Visionen
auszuarbeiten und sich aktiv und konstruktiv an entsprechenden gesellschaftlichen
Prozessen zu beteiligen.
Die Bildung für nachhaltige Entwicklung vermittelt diese spezifischen Kompetenzen
und trägt damit zu einem guten Leben für alle bei - sowohl heute als auch in der Zukunft.
Nachhaltigkeit wird von den
Vereinten Nationen als Ziel der weltweiten Entwicklung der Gesellschaft
beschrieben. Nachhaltige Entwicklung trachtet danach, (legitime) menschliche
Bedürfnisse der jetzt lebenden Menschen zu befriedigen, ohne zu riskieren, dass
zukünftige Generationen ihre Bedürfnisse nicht befriedigen können. Die Idee der
Nachhaltigkeit birgt in verschiedener Hinsicht ein grosses Potential:
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Der umfassende Blick auf die Entwicklung der
menschlichen Gesellschaft erlaubt, ökologische, soziale und ökonomische Ziele
integriert zu betrachten.
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Die Orientierung an gegenwärtigen wie künftigen
Bedürfnissen lädt ein, sich damit auseinanderzusetzen, was ein gutes Leben
ausmacht und dabei auch die Frage nach Bedürfnissen künftiger Generationen in
den Blick zu nehmen.
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Die Forderung nach langfristigen Visionen
beinhaltet den Ruf nach einer bewussten und aktiven Gestaltung der Zukunft und
ist Ausdruck einer optimistischen Grundhaltung.
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Der Ruf nach Partizipation besagt, dass
möglichst die gesamte Gesellschaft daran beteiligt sein soll, eine Vision der
Zukunft zu entwerfen, die die Sichtweisen aller respektiert und vereint.
Abbildung 3-1: Aspekte des
vernetzenden Lernens (Abb. Bertschy, Künzli 2004). „Wichtiger Bestandteil der
Idee ‚Nachhaltigkeit’ ist es, bei Entscheidungsprozessen die soziokulturellen,
ökonomischen und ökologischen sowie die lokalen und globalen Auswirkungen und
die Folgen für die zukünftig lebenden Generationen gleichwertig zu
berücksichtigen. Es geht darum, Zielharmonien zu suchen, bzw. Zielkonflikte zu
lösen“ (Bertschy, Künzli 2004, S. 303).
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